prof. dr. med. debt lutz ricken
Prof. Dr. med. dent. Lutz Ricken
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
ärztlicher Leiter der Zahnklinik Bad Wildungen
Sofort feste Zähne
Sofort feste Zähne

Die Zahnklinik Bad Wildungen bietet Ihnen ein erfolgreiches Behandlungskonzept auf dem Gebiet der Sofortversorgung an, damit Sie unsere Klinik mit festsitzenden, ästhetisch ansprechenden Zähnen innerhalb eines Tages verlassen können.

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Zahnimplantate
Zahnimplantate

Zahnimplantate, „künstliche Zahnwurzeln“, stehen ihren natürlichen Vorbildern weder in der Ästhetik noch Funktionalität nach. Bereits über 10.000 Implantate wurden in der Zahnklinik Bad Wildungen erfolgreich eingesetzt.

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Angstpatienten
Angstpatienten

Wir bieten besonders unseren Angstpatienten gemeinsam mit Psychologen und Anästhesisten entwickelte Behandlungsstrategien an, die ihnen eine angst- und schmerzfreie Therapie in unserer Zahnklinik in Bad Wildungen ermöglichen.

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Implantologie heute:

Irrungen und Wirrungen oder State of the Art?

Implantat mit Krone

Das Ziel der Implantologie war es stets, die Natur zu kopieren. Diesem Ziel ist man heute näher denn je. Dank modernster Zahnmedizin und Materialen stehen Zahnimplantate dem Vorbild aus der Natur weder in Funktionalität noch Ästhetik nach. Mit der "Zahnwurzel", die fest im Kieferknochen verankert ist, muss der Patient keine Einschränkungen im Essverhalten mehr hinnehmen und auch optisch unterscheiden sich perfektionierte Implantatkonstruktionen nicht von "echten" Zähnen. Und: Implantate halten bei guter Pflege in der Regel ein Leben lang.

Das erste Zahnimplantat wurde vor über 50 Jahren gesetzt und ist heute noch in Funktion. Implantate sind kleine, meist schraubenförmige Körper aus Titan oder auch Keramik, welche die Zahnwurzel, nicht den Zahn, der Patienten ersetzen. Der fehlende Zahn wird erst später durch die auf dem Implantataufbau, dem so genannten Abutment, fixierte Zahnkrone ersetzt. Diese Einheit gibt Ihnen den festen Biss der eigenen Zähne zurück.

Zahnimplantate bieten neben perfekter Funktion und Ästhetik aber noch weitere entscheidende Vorteile. Sie schonen die Substanz ihrer Nachbarzähne, da diese im Rahmen der Behandlung nicht für eine Brücke abgeschliffen werden müssen und sie erhalten ihre Stabilität, da sie nicht die Funktion des verlorenen Zahnes mit übernehmen müssen.

Der wichtigste Vorteil aber ist der, dass Zahnimplantate den Kieferknochen der Patienten erhalten, das Fundament Ihrer Zähne. Nur wenn Kaukräfte in den Kieferknochen eingeleitet werden, wird er in die natürlichen Um- und Aufbauprozesse des Körpers einbezogen. Fehlen diese Kräfte durch Verlust des Zahnes oder das Tragen von Brücken oder Prothesen, baut sich der Knochen kontinuierlich ab, ähnlich einer Parodontose, nur ohne Entzündung.

Stabilität erlangt das Implantat während der Einheilzeit, in der es direkt mit dem Knochen verwächst, der sogenannten Osseointegration. Hier ist der entscheidende Unterschied zum Zahn zu sehen, der elastisch über Fasern im Knochen aufgehängt ist.

Die Einheilzeit sollte im Unterkiefer zwischen sechs und zwölf Wochen liegen. Im Oberkiefer ist aufgrund seiner geringeren Festigkeit eine etwas längere Einheilzeit von bis zu einem halben Jahr notwendig. Die Angabe dieser Einheilzeiten beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Knochenheilung.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen, einem ausreichendem Knochenangebot und einer ausreichenden Anzahl stabiler Zahnimplantate in statisch günstiger Position ist eine Sofortbelastung möglich. Hier haben unsere Implantologen große Erfahrung sammeln können, bei einer Erfolgsrate über 99%, allerdings nur bei zurückhaltendem Einsatz dieses Verfahrens.

Implantate stehen aus verschiedenen Materialien zur Verfügung, wobei sich das Material Titan seit mittlerweile 50 Jahren bewährt hat. Aber schon in den 1980er Jahren wurde versucht, Titan durch Keramik zu ersetzen. Diese Versuche scheiterten aber, da die damaligen Keramiken noch eine zu geringe Stabilität aufwiesen und unter Funktion zerbrachen.

Heute gibt es stabile Keramiken, die sogenannte Zirkoniumdioxidkeramik, die den Kaubelastungen standhält. Da die Herstellung der Implantate es aber nicht erlaubt, ein zweiteiliges Implantat herzustellen, müssen Zirkonimplantate entweder sofort belastet werden, was selten möglich ist, oder während der Einheilzeit, die länger andauert als bei einem Titanimplantat, durch Schienen an Zähnen fixiert werden.

Derzeit bieten Zirkonimplantate gegenüber Titanimplantaten unserer Meinung nach keinen Vorteil, da die angeblich bessere Verträglichkeit nicht nachgewiesen ist. Anders sieht es beim Zahnersatz aus. Hier hat sich Zirkondioxid seit ca. 15 Jahren bewährt, weshalb wir es für unseren Zahnersatz verwenden. Für die Zahnimplantate selbst setzen wir nach wie vor auf Titan. Da es nachweislich keine allergischen Reaktionen auf Titan gibt, ist die Verträglichkeit also nicht zu übertreffen.