prof. dr. med. debt lutz ricken
Prof. Dr. med. dent. Lutz Ricken
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
ärztlicher Leiter der Zahnklinik Bad Wildungen
Sofort feste Zähne

Wir bieten Ihnen ein erfolgreiches Konzept an, damit Sie unsere Zahnklinik mit festsitzenden, ästhetisch ansprechenden Zähnen innerhalb eines Tages verlassen können.

Zahnimplantate

Zahnimplantate, stehen ihren natürlichen Vorbildern weder in der Ästhetik noch Funktionalität nach. Bereits über 10.000 Implantate wurden in der Zahnklinik Bad Wildungen erfolgreich eingesetzt.

Angstpatienten

Wir bieten unseren Angstpatienten gemeinsam mit Psychologen und Anästhesisten entwickelte Behandlungsstrategien an, die ihnen eine angst- und schmerzfreie Therapie ermöglichen.


Ängstlich oder Angstpatient? So weisen Ärzte eine echte Zahnarztphobie nach


Kaum jemand sieht dem Zahnarztbesuch vollkommen gelassen entgegen. Eine leichte Unruhe ist ganz natürlich, selbst wenn es nur um einen Kontrolltermin geht. Doch was, wenn es nicht bei leichter Anspannung bleibt, sondern Patienten von Angstgefühlen beherrscht werden? Wo hört die einfache Angst auf und fängt die krankhafte Furcht an? Es gibt Mittel und Wege, eine echte Zahnarztphobie zu erkennen. Dazu braucht es vor allem einen kompetenten Zahnarzt, einfühlsames Personal, aber auch Patienten, die ehrlich zu sich selbst sind und offen mit dem behandelnden Arzt kommunizieren. Unser Team der Zahnklinik Bad Wildungen, Spezialisten in der Behandlung von Angstpatienten, klärt zum Thema Diagnosestellung bei Zahnarztangst auf.


Angst ist nicht gleich Phobie


Angst ist eine wichtige Basisemotion, die uns hilft, uns vor Bedrohungen zu schützen. Manche Menschen jedoch sehen Gefahren, wo keine sind. Solche panikartigen Überreaktionen deuten auf eine krankhafte Ausprägung von Angst hin. Diese werden Phobien genannt, wenn sie durch konkrete Dinge ausgelöst werden. Die übersteigerte Angst vor dem Zahnarzt heißt offiziell "Zahnbehandlungsphobie" und ist eine anerkannte psychische Störung, die von Spezialisten diagnostiziert werden kann.


Diagnose Zahnarztphobie - Anzeichen & Erkenntniswege


Wenn Sie selbst unsicher sind, wie stark Ihre Ängste wirklich ausgeprägt sind, und sich Klarheit darüber verschaffen möchten, ob Sie zur Gruppe der Angstpatienten gehören, sollten Sie einen spezialisierten Zahnarzt aufsuchen. Dieser wird im Rahmen der Anamnese gezielte Fragen stellen, um Ihre Vorgeschichte und die Hintergründe für die unangenehmen Gefühle kennenzulernen sowie eine erste Einschätzung der Angstausprägung vorzunehmen. Ein guter Arzt achtet neben dem Gesprächsinhalt auch auf nonverbale Anzeichen wie verkrampfte Muskeln, erhöhte Schweißbildung oder Zappeln.


Eine hohe Aussagekraft über den Grad der Angst sowie deren Auslöser wird zudem über speziell entwickelte Fragebögen erreicht. Sowohl bei dem Dental Anxiety Scale (DAS) nach Corah (4 Fragen) sowie bei dem umfangreicheren Hierarchischen Angstfragebogen (HAF) nach Jöhren (11 Fragen) beispielsweise versetzt sich der Patient in verschiedene Behandlungssituationen und muss diese auf einer fünfstufigen Angstskala bewerten. Über die Auswertung nach Punkten kann der Arzt die Patienten in Kategorien mit niedriger, mittlerer oder hochgradiger Angst einordnen und darauf angepasste Behandlungsschritte einleiten.


Hier eine Beispielfrage und Antwortmöglichkeiten aus dem HAF von Jöhren (1999):


Wie fühlen Sie sich bei dem Gedanken, sie müssten morgen zum Zahnarzt?

  • entspannt

  • unruhig

  • angespannt

  • ängstlich

  • krank vor Angst





Welche typischen Ausprägungen der Zahnbehandlungsphobie gibt es?


Im persönlichen Gespräch wie auch über das Ausfüllen eines standardisierten Fragebogens kristallisieren sich meist die konkreten Auslöser der Angst heraus, die durchaus vielfältig sein können. Zu den häufigsten gehören:

  • Angst vor Schmerzen

  • Angst vor Kontrollverlust

  • Angst vor Spritzen

  • Angst aus Schamgefühl

  • Angst vor Würgereiz


Ein einfühlsamer und auf Zahnarztphobie spezialisierter Arzt versteht es, dem Angstpatienten die in der Regel unbegründeten Sorgen zu nehmen oder jedenfalls die negativen Gefühle zu mindern. Eine begleitende Psychotherapie kann sogar zu einer Heilung führen. Wird eine echte Zahnbehandlungsphobie diagnostiziert, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die psychologische Behandlung.