prof. dr. med. debt lutz ricken
Prof. Dr. med. dent. Lutz Ricken
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
ärztlicher Leiter der Zahnklinik Bad Wildungen
Sofort feste Zähne

Wir bieten Ihnen ein erfolgreiches Konzept an, damit Sie unsere Zahnklinik mit festsitzenden, ästhetisch ansprechenden Zähnen innerhalb eines Tages verlassen können.

Zahnimplantate

Zahnimplantate, stehen ihren natürlichen Vorbildern weder in der Ästhetik noch Funktionalität nach. Bereits über 10.000 Implantate wurden in der Zahnklinik Bad Wildungen erfolgreich eingesetzt.

Angstpatienten

Wir bieten unseren Angstpatienten gemeinsam mit Psychologen und Anästhesisten entwickelte Behandlungsstrategien an, die ihnen eine angst- und schmerzfreie Therapie ermöglichen.


Knochenaufbau - Gründe, Materialien & Methoden


Viele Patienten sind auf Zahnersatz angewiesen und immer mehr von ihnen entscheiden sich für die Implantation von künstlichen Zahnwurzeln, auf die dann Kronen, Brücken und Prothesen aufgebracht werden können. Doch nicht immer ist genügend Knochensubstanz vorhanden, um den Zahnimplantaten einen dauerhaft stabilen Halt zu bieten. Abhilfe schafft der systematische Aufbau von Knochengewebe. Unser Team der Zahnklinik Bad Wildungen informiert über die Indikation, das Angebot an Materialien sowie die häufigsten Behandlungsmethoden.


Wann ist ein Knochenaufbau angebracht?


Unterschiedliche Faktoren können dazu führen, dass die Knochensubstanz im Ober- oder Unterkiefer schwindet. Hauptsächlich sind folgende Ursachen anzuführen:

  • Zahnlücken

  • Parodontitis

  • Erhöhtes Alter

  • Langjähriger Alkoholgenuss

  • Langjähriger Nikotinkonsum

  • Diabetes


Ist der Kieferkamm weniger als fünf Millimeter breit und weniger als acht Millimeter hoch, sollte eine Aufbautherapie (Augmentation) begonnen werden. Diese sorgt dafür, dass einzusetzende Implantate fest verankert werden können, und gewährleistet damit - bei guter Pflege - einen optimalen Sitz über Jahrzehnte hinweg. Zugleich wird das Knochenwachstum angeregt, was dem Knochenschwund entgegenwirkt und ein Ausfallen der Implantate wie auch der Nachbarzähne verhindert.


Welche Materialien werden verwendet?


Wo anfänglich nur mithilfe von eigener Knochensubstanz des Patienten augmentiert wurde, hat die Forschung mittlerweile einige weitere Materialien hervorgebracht, die allesamt in der Regel gut verträglich sind und einen hohen Wirkungsgrad aufweisen. Bei der Entscheidung für eines der Materialien müssen die finanzielle Situation des Patienten, die Schwere des Knochenschwundes, die Empfehlung des Arztes sowie viele weitere Faktoren berücksichtigt werden.


Die gängigsten Materialien im Überblick:


  • Eigenknochen aus hinterem Kieferkamm, Kinn oder Hüfte

  • Fremdknochen von verstorbenen Spendern

  • Tierisches (z.B. aus Rinderknochen) oder pflanzliches Gewebe

  • Synthetische Materialien wie Polymere, Glaskeramik oder Calciumsulfat


Was sind die gebräuchlichsten Knochenaufbau-Methoden?


Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt insbesondere von der konkreten Beschaffenheit des Kieferknochens (zu niedrig, zu schmal) sowie von der späteren Implantatposition ab. Im Folgenden haben wir für Sie eine Übersicht der gebräuchlichsten Methoden zusammengestellt.


Sinusbodenelevation

Dieses Verfahren wird auch Sinuslift genannt und ist für den Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer geeignet. Im sogenannten Sinusboden, der Grenze zwischen Mundhöhle und Nasennebenhöhle, sitzen die Zahnwurzeln des seitlichen Oberkiefers. Bei Knochenschwund in diesem Bereich reduziert sich auch die Dicke des Sinusbodens. Im Rahmen des Knochenaufbaus wird der Sinusboden leicht angehoben, wodurch ein Hohlraum zwischen ihm und dem Kieferknochen entsteht. Dieser wird mit Knochenersatzmaterial gefüllt und verdickt so die Implantationsstelle.


Knochenspreizung

Diese Methode ist auch unter der Bezeichnung Bonespreading bekannt. Sie dient der Verbreiterung eines zu schmalen Kieferkamms, indem der Zahnbogen mit spreizenden Instrumenten aufgedehnt wird. In die dabei entstehende Fuge wird Knochenersatzmaterial gefüllt. Die härtere Struktur des Unterkiefers erlaubt keine Verwendung von Spreizinstrumenten, deshalb wird diese Methode ausschließlich am Oberkiefer durchgeführt.


Knochenspaltung

Auch die Knochenspaltung, englisch Bonesplitting, hat zur Folge, dass der Kieferkamm verbreitert wird. Für die Spaltung des Knochens verwendet der Arzt Bohrer und Handinstrumente, die für eine Behandlung am Ober- wie auch am Unterkiefer geeignet sind. Wie auch beim Bonespreading wird der Spalt mit Knochenersatzmaterial gefüllt.


Distraktionsosteogenese

Ist das vertikale Knochenangebot (Höhe des Kieferknochens) zu gering, kann eine Distraktionsosteogenese helfen. Hierbei wird der Kieferknochen an der entsprechenden Stelle horizontal gespalten. Dazwischen wird ein sogenannter Distraktor eingesetzt, der die beiden Flächen auseinanderzieht. Dieser Bruch fördert die Knochenneubildung, die in der Regel im Rahmen von drei bis vier Monaten abgeschlossen ist.