prof. dr. med. debt lutz ricken
Prof. Dr. med. dent. Lutz Ricken
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
ärztlicher Leiter der Zahnklinik Bad Wildungen
Sofort feste Zähne

Wir bieten Ihnen ein erfolgreiches Konzept an, damit Sie unsere Zahnklinik mit festsitzenden, ästhetisch ansprechenden Zähnen innerhalb eines Tages verlassen können.

Zahnimplantate

Zahnimplantate, stehen ihren natürlichen Vorbildern weder in der Ästhetik noch Funktionalität nach. Bereits über 10.000 Implantate wurden in der Zahnklinik Bad Wildungen erfolgreich eingesetzt.

Angstpatienten

Wir bieten unseren Angstpatienten gemeinsam mit Psychologen und Anästhesisten entwickelte Behandlungsstrategien an, die ihnen eine angst- und schmerzfreie Therapie ermöglichen.


12 Fälle, in denen von einer Zahnimplantation abzuraten ist


Implantate haben die Möglichkeiten langanhaltenden Zahnersatzes revolutioniert. Ob nur einzelne Zahnlücken oder der gesamte Kiefer versorgt werden muss - implantatgetragener Zahnersatz ist aktuell die hochwertigste Lösung auf dem Markt. Außerdem ist sie für Patienten mit unterschiedlichsten Voraussetzungen geeignet.


Dennoch gibt es auch Ausnahmefälle. Einige Patienten stellen aufgrund spezieller Umstände eine Risikogruppe dar und können nicht ohne Weiteres behandelt werden. Hier ist die individuelle Einschätzung eines erfahrenen Implantologen gefragt. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten allgemeinmedizinischen und anatomischen Kontraindikationen vor, die gegen eine Zahnimplantation sprechen. Einige schränken die Implantatversorgung nur temporär ein, andere absolut.


Diese Aufstellung ist nicht als vollständig anzusehen und ersetzt weder das persönliche Gespräch noch eine umfassende Untersuchung. Gerne steht Ihnen hierfür Prof. Dr. Ricken, Chefarzt und Leiter der Zahnklinik Bad Wildungen, mit seinem Spezialistenteam zur Verfügung.


Allgemeinmedizinische Gegenanzeigen


1. Schwangerschaft
Im Rahmen der implantologischen Behandlung müssen mehrere Röntgenbilder angefertigt werden - die Strahlenbelastung könnte dem ungeborenen Kind schaden. Auch etwaige Komplikationen und damit verbundene Belastungen sind zu bedenken, obwohl diese in der Regel sehr selten auftreten.


2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ein diagnostizierter Herzklappenfehler oder ein akuter Herzinfarkt und ähnliche Erkrankungen stellen große Risiken für eine implantologische Maßnahme dar. Noch bis zu drei Monate nach dem Infarkt besteht die Gefahr, dass die künstliche Titan- oder Zirkonoxidwurzel nicht richtig einheilt.


3. Stoffwechselerkrankungen

Auch wer unter einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus leidet und nicht stabil eingestellt ist, gehört zur Risikogruppe. Ein optimales Einheilen des Implantats ist unter Umständen nicht gewährleistet.


4. Erkrankungen im Mundraum

Ein intakter und gesunder Mundraum ist Voraussetzung für einen möglichst störungsfreien implantologischen Eingriff. Ernstzunehmende Erkrankungen wie eine akute Parodontitis machen das Setzen von Implantaten unmöglich. Unbehandelt fördert sie den Abbau des Kieferknochens, wodurch eigene und künstliche Zähne gleichermaßen den Halt verlieren.


5. Starker Nikotin- & Alkoholkonsum

Rauchern sagt man oft schlechte Zähne nach - das kommt nicht von ungefähr. Das Nikotin verengt die Blutgefäße, wodurch das Zahnfleisch nicht optimal versorgt wird. Die Wundheilung verläuft erfahrungsgemäß schlecht. Selbst wenn die Implantate gut sitzen, bleiben sie üblicherweise nicht lange erhalten, wenn weiterhin geraucht wird. Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Wundheilungsstörungen führen, die das Einwachsen der künstlichen Zahnwurzel gefährden.


6. Hämophilie (Blutgerinnungsstörung)

Menschen mit einer Blutgerinnungsstörung sind eine schwierige Patientengruppe. Es besteht immer die Gefahr einer anhaltenden Blutung und einer schlechten Wundheilung. Je nach Schwere der Störung müssen Art und Umfang der Behandlung genauestens abgewogen werden.


7. Knochenerkrankungen

Knochenerkrankungen wie Osteoporose (Knochenschwund), Morbus Paget (erhöhter Knochenumbau) oder die Glasknochenkrankheit erschweren eine implantologische Behandlung oder machen sie gar unmöglich. Sind die Kieferknochen gefährdet, ist oft kein langfristiger Halt der Implantate zu erwarten.


8. Chemotherapierte Krebserkrankungen

Die Chemo- und Strahlentherapie sind sehr aggressive Behandlungsmethoden, die nicht nur bösartige, sondern auch gesunde Zellen angreifen. Patienten, die im Kopfbereich behandelt werden oder kürzlich wurden, bringen in der Regel nicht die richtigen Voraussetzungen für eine gelungene Zahnoperation mit. Oftmals ist der Kieferknochen defekt oder wurde zu großen Teilen abgebaut. Bis einschließlich sechs Monate nach der Behandlung sollte auf einen Eingriff zur Implantatversorgung verzichtet werden.


9. Autoimmun- & Schilddrüsenerkrankungen

Krankheitsbilder wie rheumatoide Arthritis, Morbus Basedow oder Hashimoto gehen oftmals mit einem Verlust der Knochenmasse einher. Zahnimplantate finden keinen festen Halt oder lockern sich nachträglich. Außerdem treten unter Umständen ausgeprägte Entzündungsreaktionen auf, die den Heilungsprozess erheblich beeinflussen können.



Anatomische Gegenanzeigen


10. Nicht abgeschlossenes Kieferwachstum

Kinder und Jugendliche befinden sich noch im Wachstum, das betrifft auch den Kiefer. Wird zu früh implantiert, kommt es zu einer Infraposition (Zahnfehlstellung), da der implantierte Zahn nicht mitwächst. Allerdings kann eine Nichtversorgung auch zum Rückgang der Knochensubstanz führen. Ab welchem Alter ein Eingriff möglich und sinnvoll ist, entscheidet sich im individuellen Gespräch mit dem Implantologen.


11. Zu geringe Knochensubstanz

Zahlreiche Erkrankungen führen zu Knochenschwund im Kieferbereich. Bei einem sehr geringen Knochenangebot können Implantate nicht fest genug verankert werden. Allerdings ist es in vielen Fällen möglich, den Knochen im Rahmen einer schmerzfreien Therapie wieder aufzubauen und so für den Eingriff vorzubereiten.


12. Zahnfehlstellungen & Zähneknirschen

Fehlstellungen der Zähne, die Zähneknirschen begünstigen, machen eine Zahnimplantation riskant. Die Implantate halten den stark erhöhten Kaukräften, die beim Knirschen auf die Zähne wirken, unter Umständen nicht stand.



Fazit: Ja oder Nein zum Implantat?


Diese Frage muss je nach Einzelfall unterschiedlich beantwortet werden. Wichtig ist: Suchen Sie einen Spezialisten für Implantologie auf, der Sie gründlich untersucht und umfassend berät. Zugleich sollten bei speziellen Krankheitsbildern interdisziplinäre Fachmeinungen eingeholt werden, um das jeweilige Risiko bestmöglich abwägen zu können. Wenden Sie sich gerne an unser Team der Zahnklinik Bad Wildungen - wir sind auf die Implantologie spezialisiert und ermöglichen sogar Angstpatienten eine sorgenfreie Behandlung.


Generell gilt: Die überwiegende Mehrheit der Patienten, die sich für eine Zahnimplantation interessieren, kann sich ohne Probleme einer solchen unterziehen. Lediglich einige Ausnahmefälle - wie oben beschrieben - sprechen gegen eine derartige Versorgung.